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Knobelritters Spielearchiv - Foxy

Art des Spiels: Merk- und Schätzspiel
Spieleautor:    David Spada
Verlag:         Game Factory
Jahrgang:       2025
Spielerzahl:    1 bis 5 Spieler
Alter:          ab 7 Jahren
Dauer:          ca. 15 Minuten
Preis:          € 18,90

Zielgruppe:     Gelegenheitsspieler +

Einleitung

Verflixt! Wie viele Zebras sind bis jetzt aufgetaucht? Ich bin mir ziemlich sicher, oder vermute zumindest, dass die gerade aufgedeckte Karte bereits die fünfte "Savanne"-Karte ist. Aber nicht auf all diesen war ein Zebra drauf, oder?

Ach, ich bin schon ganz "fix und foxi"!

"Foxy" ist auch der Titel des neuesten Merkspiels von "Game Factory", bei dem wir nacheinander Karten aufdecken und auf unserem Spielertableau notieren müssen, wie viele jener Tiere auf der gerade aufgedeckten Karte bis dato zu sehen waren.

Spielbeschreibung

49 großformatige Spielkarten finden sich in der kompakten Schachtel. Bis auf eine zeigt jede Karte eine Landschaft, in der jeweils zwei unterschiedliche Tiere heimisch sind. So können wir auf dem Bauernhof Hühner und/oder Schweine antreffen, in der Savanne Giraffen und/oder Zebras, im Wald Bären und/oder Hasen, und im Ozean Delphine und/oder Kraken. Nur die Katze kann in jeder Landschaft vorkommen.

Die letzte Karte ist der titelgebende Foxy, für den andere Regeln gelten, aber dazu später. Die Foxy-Karte mischen wir zusammen mit 19 zufällig gezogenen Karten zu einem verdeckten Nachziehstapel. Nachdem jeder von uns ein Spielertableau und einen (abwischbaren) Stift erhalten hat, kann's auch schon losgehen.

Der Spielablauf ist sehr simpel und schnell kapiert. Zuerst wird die oberste Karte gezogen und auf den Ablagestapel gelegt. Danach müssen wir alle auf unser Tableau eine Schätzzahl eintragen. Dabei gilt es einzuschätzen, wie viele der auf der aktuellen Karte sichtbaren Tiere auf allen bisher aufgedeckten Karten (einschließlich dieser) bereits vorgekommen sind.

Nach genau 20 Runden ist die letzte Karte vom Nachziehstapel abgehandelt. Nun kommt es zur Wertung, in der wir das Übersichtstableau zur Hilfe nehmen und den Ablagestapel wieder umdrehen, ohne die Reihenfolge zu ändern. Wieder wird eine Karte nach der anderen aufgedeckt, diesmal aber halten wir mit Stricherln die Anzahl der einzelnen Tiere fest.

Jeder von uns vergleicht seine Schätzzahl mit der tatsächlichen Anzahl entsprechender Tiere. Ist die Schätzzahl größer, muss sie ausgelöscht werden und bringt keine Punkte. Schließlich addieren wir alle korrekt eingetragenen Zahlen. Wer schlussendlich die meisten Gesamtpunkte erzielt, erweist sich als schlauster Fuchs und gewinnt die Partie.

Fazit

"Foxy" ist - wie der erfahrene Leser sicher bereits festgestellt hat - ein Merkspiel. Anders als etwa beim berühmten "Memory" nutzt es hier allerdings nichts, wenn wir uns eine bestimmte Information einprägen. Mit jeder neu aufgedeckten Karte kann sich nämlich die gerade gespeicherte Information ändern. "Foxy" erfordert bzw. trainiert vielmehr das sogenannte "dynamische Gedächtnis", bei dem Informationen nur kurzzeitig gespeichert und verarbeitet werden.

"Foxy" löst dies auf spielerische, sehr gelungene Weise. Wir müssen uns zwar von jeder einzelnen Tierart merken, wie viele bis jetzt aufgetaucht sind. Unterstützt wird dies jedoch durch den Kniff der vier verschiedenen Landschaften, die uns ebenfalls als Erinnerungshilfen dienen können. Das geordnete Muster durchbricht die Katze, welche als einziges Tier in jeder Landschaftsart - mit Taucheranzug sogar im Ozean - vorkommen kann.

Noch zwei Besonderheiten lockern den recht simplen Ablauf auf. Wenn die Foxy-Karte auftaucht, müssen wir schätzen, wie viele verschiedene Tiere (Foxy selbst nicht mitgezählt) bis jetzt aufgetaucht sind. Und schließlich dürfen wir einmal in der gesamten Partie auf eine Schätzzahl wetten, indem wir die Zahl einkreisen. Damit spielen wir "doppelt oder nichts", denn nur wenn die Schätzzahl exakt stimmt, werden ihre Punkte bei Spielende verdoppelt. Liegen wir hingegen falsch (egal ob höher oder tiefer), erhalten wir gar keine Punkte.

Die Schätzzahl ist überhaupt der eigentliche Clou im Spiel. Wenn es nur ums korrekte Merken ginge, würde "Foxy" nicht wirklich funktionieren. So aber können wir nach Belieben spekulieren oder auf "Nummer sicher" gehen. Wollen wir riskieren, obwohl wir uns nicht wirklich sicher sind, und laufen Gefahr, gar keine Punkte zu notieren? Oder geben wir uns mit einer niedrigeren Punktezahl zufrieden? Mit diesem Kniff werden jedenfalls Personen, die keine Gedächtniskünstler sind, und sogar richtige Merkspiel-Muffel ins Boot geholt.

Die grafische Gestaltung gefällt mir persönlich sehr gut. Bei den Karten müssen wir manchmal ganz genau schauen, denn oft lugt das Häschen gerade noch so hinter einem Baum hervor, oder die Giraffe ist bloß weiter hinten am Horizont zu sehen. Auch das restliche Spielmaterial ist gelungen: folierte Tafeln, abwischbare Stifte. Die Rückseite des Übersichtstableaus dient praktischerweise als Stricherlliste für die Wertung.

"Foxy" ist summa summarum ein kurzweiliges Familienspiel, das auch Erwachsene immer wieder mal begeistert. Es findet sich daher völlig zu Recht auf der diesjährigen Empfehlungsliste der Jury "Spiel des Jahres". Bis zu fünf Personen können mitmachen, die Spieldauer liegt bei gerade mal einer Viertelstunde. Dennoch lehne ich - wie bei den meisten Merkspielen - eine zweite oder gar dritte Partie hintereinander kategorisch ab. Da spielt mir das Kurzzeitgedächtnis sonst einen Streich und ich komme durcheinander.

Franky Bayer

Wertung: 4 Schilde