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Knobelritters Spielearchiv - Passt nicht!

Art des Spiels: Kartenspiel
Spieleautor:    Thomas Weber III
Verlag:         Schmidt Spiele
Jahrgang:       2023
Spielerzahl:    2 bis 6 Spieler
Alter:          ab 8 Jahren
Dauer:          ca. 20 Minuten
Preis:          ca. € 9,-

Zielgruppe:     Gelegenheitsspieler ++

Einleitung

Schlau Mau

Zu den meist gewünschten Spielen in meinen Runden gehört seit dem vergangenen Herbst "Passt nicht!" Das kann bei einem einfachen Kartenspiel nicht überraschen, doch dass diese kleine Schachtel auch von Vielspielerrunden immer wieder angefordert wird, zeigt, dass Autor Thomas Weber hier etwas Besonderes gelungen ist. Mit einem schnellen Blick würde man "Passt nicht!" als MauMau-Klon abtun, aber das wäre ungerecht. Denn das Spiel ist mit einfachen Regeln sehr spannend und weckt Emotionen.

Spielbeschreibung

Im Spiel sind Karten in fünf Farben mit den Werten Null bis Fünf. Auf die offenen Karten auf den Ablagestapel gehört eine Karte gleicher Farbe oder gleichen Wertes. So weit haben wir das schon einmal gehört. Auch, dass es Minuspunkte für Handkarten gibt, wenn jemand anders das Spiel beendet, ist bekannt. Aber man kann hier auch Pluspunkte sammeln. Und das verleiht "Passt nicht!" einen besonderen Pfiff.

Am Zug können wir eine passende Karte von der Hand ablegen, müssen dies aber nicht tun. Wir können stattdessen auch eine Karte vor uns auslegen, die weder in Farbe noch Wert der Anforderung des Ablagestapels entspricht. Mit den Worten "Passt nicht!" legen wir diese Karten farbenrein auf eigene Stapel vor uns. Liegen sie dort noch bei Spielende, sind dies unsere Pluspunkte.

Natürlich wollen wir unseren Mitspielern diese Pluspunkte wieder abluchsen. Also spielen wir am besten eine Karte auf den Ablagestapel, die der Nachfolgende mit einer seiner offen ausliegenden Karten bedienen muss. Hat er Glück, hat er vielleicht noch eine weitere passende Karte auf der Hand, die er stattdessen auf den Ablagestapel wirft. Kann er dies nicht, muss er die passende oberste Karte eines Punktestapels nehmen.

In der Folge ergeben sich Kettenreaktionen, da man die offenen Punktekarten aller Spieler sehen kann. So können es vielleicht gleich mehrere nacheinander nicht vermeiden, eine Punktekarte dazuzugeben. Das macht Laune. Für Nervenkitzel sorgt auch das überraschende Spielende. Es tritt ein, wenn jemand seine letzte Karte auf den Ablagestapel legen kann - nicht auf die eigenen Punktekarten! Denn legt man dort eine Karte ab, muss man stets eine neue Karte vom Nachziehstapel nehmen.

Fazit

Wir stehen also bei "Passt nicht!" stets vor der Entscheidung, Punkte auf dem Tisch zu sichern und zugleich eine vielleicht hohe Karte nachzuziehen, die im Falle des Spielendes viele Minuspunkte gibt. Oder macht es Sinn, die Partie zu beenden, weil die anderen die Kartenhand noch voll haben? Außerdem sind vier Joker im Spiel, mit denen man sich eine Farbe oder Zahl wünschen kann (womit wir wieder fast bei MauMau sind), die aber auf der Hand gleich zehn Minuspunkte bringen, wenn jemand die Runde beendet.

Es ist erstaunlich, mit wie wenig Zusatzregeln hier aus einem altbekannten Spiel ein so trickreicher Neuling wird, dass auch erfahrene Zocker gerne mitspielen. "Passt nicht!" ist kein simples Spielchen, sondern eher ein „SchlauMau" für Ausgeschlafene. Denn das muss man hier sein: Einige vergessen chronisch, eine Karte nachzuziehen, wenn sie Punkte in der eigenen Auslage platzieren. Oder sie sagen „Passt nicht!" und wollen eine weitere Punktekarte bunkern, obwohl sie eigentlich mit einer offenen bedienen müssten. Hardcore-Spielerunden bestrafen das gleich per Hausregel mit einer weiteren Karte. Aber es soll ja Spaß machen.

"Passt nicht!" hätte die Höchstnote verdient, hätte der Verlag bei der Produktion nicht gepatzt. Die Farben rosa und rot sind nur bei gutem Licht auseinanderzuhalten und werden häufig verwechselt. Das aber ist schon der einzige Kritikpunkt an einem sehr gelungenen Spiel.

Stefan Duksch

Bewertung: 4 Schilde