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| 31 | 1 | K2 | 3 | 4 | R5 | 6 |
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| 28 | 29 | 30 | 1 | 2 | 3 | 4 |
| Legende: | |
| Knn | Ritter der Knobelrunde |
| Snn | Spieletreff - Auwiesen |
| Snn | Spieletreff - Franckviertel |
| Snn | Spieletreff - Pichling |
| Mnn | Spieleabend Marchtrenk |
| Rnn | Würfelschänke Ried |
| Vnn | SpieleNode otelo Vöcklabruck |
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Pflichttermin Dienstag abends, Kabel 1. Drei Folgen "Dr. House" am Stück. Wie der misanthropische, aber geniale Arzt die unterschiedlichsten Krankheiten diagnostiziert und die seltsamsten medizinischen Fälle löst, ist einfach sehenswert. Nun haben wir Normalbürger, großteils komplette Laien auf dem Gebiet der Heilkunst, die Möglichkeit, unser diagnostisches Geschick unter Beweis zu stellen. In "Medical Mysteries - New York" behandeln wir gemeinsam medizinische Notfälle.
Vier unterschiedliche Fälle befinden sich in der Schachtel. In jedem davon kommt ein Patient mit mysteriösen Symptomen in die Notaufnahme. Unsere Aufgabe ist es, mit den Patienten zu sprechen und ihre Krankengeschichte zu prüfen, um versteckte Hinweise auf ihre Erkrankungen zu finden. In weiterer Folge führen wir diverse Tests durch, konsultieren Spezialisten und führen Behandlungen durch. All dies mit dem Ziel, dass die Patienten die Nacht überleben.
Spielmechanisch wird für jeden Fall diverses Material zur Verfügung gestellt. Das Heft mit den Ergebniscodes, sowie die 5 Recherchebögen werden immer benötigt. In Letzteren finden wir Hintergrundinformationen zu verschiedenen Bereichen der Medizin, etwa Gynäkologie, Herzgesundheit, zu Tests, Beschwerden, Medikamenten, usw.
Für jeden einzelnen Fall gibt es schließlich eine elektronische Patientenakte (ePA), ein Aufnahmegespräch, ein paar Story-Karten und Zustands-Karten. Nach Begutachtung der ePA und dem Lesen des Aufnahmegesprächs obliegt es uns zu entscheiden, welche Aktionen wir durchführen wollen. Das Behandlungsformular zeigt uns, dass wir insgesamt 8 Stunden (von 00:00 Uhr bis 08:00 Uhr) - gegliedert in 4 Blöcken zu je 2 Stunden - Zeit haben, um den Patienten zu retten.
In jedem Block können wir drei Aktionen tätigen. Dies können Fragen an den Patienten sein, um mehr über seinen Zustand zu erfahren, diverse Untersuchungen (Röntgen, EKG, CT, Blutuntersuchung, etc.) oder die Verabreichung von Medikamenten sein.
Das Resultat der Aktion können wir mit dem entsprechenden Ergebnis-Code im Heft nachlesen. Meist schaltet dies eine Story-Karte frei, die wir nachlesen können, und die uns hoffentlich auf der Suche nach der Ursache der Beschwerden weiterhilft. Manchmal führt dies zu einer Veränderung des Zustands, was durch eine neue Zustands-Karte angezeigt wird.
Das Spiel kann auf zwei Arten enden. Entweder wir haben zu viel Zeit verloren, die falschen Medikamente verabreicht oder die falschen Behandlungen durchgeführt. In diesem Fall zeigt uns die entsprechende Story-Karte, dass der Patient leider verstorben ist.
Oder es ist uns gelungen den Patienten heil durch die Nacht zu bringen. Die freigeschaltete Story-Karte gratuliert uns zu unserem Erfolg. Nach dem Ausfüllen des Abschlussberichts, bei dem wir einige Fragen zu beantworten haben, können wir im Epilog nachlesen, wie gut wir den Patienten behandelt haben (Erkennen der Symptome und der Ursachen, Bekämpfung der Krankheit, Empfehlungen für die weitere Vorgehensweise, etc.).
In seiner Art erinnert "Medical Mysteries - New York" ein wenig an die im letzten Jahrzehnt so beliebten EXIT-Spiele oder aber auch an die diversen Detektivspiele. Auch hier gilt es nun gemeinsam, als Team innerhalb einer bestimmten Zeit (hier: Runden) eine Lösung zu einem Problem zu finden. Allerdings ist "Medical Mysteries" doch realitätsnäher, da echte medizinische Herausforderungen im Mittelpunkt stehen, und nicht irgendwelche x-beliebige Rätsel oder skurrile Kriminalfälle.
Der Nachteil davon ist, dass doch relativ viel gelesen, einiges nachgeschlagen werden muss. Kaum taucht ein Stichwort auf, beispielsweise der Name eines Medikaments oder eine Krankheit, müssen wir in den Recherchebögen nachschauen, was dies bedeutet. Oder weiß zufällig ein Laie, was eine "Mitralklappenregurgitation" ist? Glücklicherweise sind die Recherchebögen nach Thema gegliedert und die Stichwörter alphabetisch geordnet.
Auch wurde hier sinnvoll gekürzt und straff zusammengefasst, denn es wird ja wohl nicht das gesamte medizinische Wissen auf bloß 5 Recherchebögen zu je 4 Seiten Platz finden. Auf jeden Fall ist das Spiel sehr lehrreich, und auch nach einer Partie bleiben einige wichtige Erkenntnisse hängen. Wir können also auf spielerische Art doch etwas dazulernen.
Überhaupt ist "Medical Mysteries" ungemein immersiv. Die Probleme der Patienten interessieren uns, wecken unsere Neugier. Mit Hingabe suchen wir nach Lösungen, nach Verständnis für die möglichen Ursachen der Beschwerden. Wir diskutieren lebhaft und bringen dabei unsere unterschiedlichen "Erfahrungen", unser wie auch immer angeeignetes "Halbwissen" ein. Und wir können schließlich die Sorgen und Ängste des medizinischen Personals nachempfinden, weil wir erkennen, dass eine falsche Entscheidung das Leben der Patienten gefährden kann.
In der Schachtel sind - neben einem Einleitungsfall ("Tutorial") - vier unterschiedliche Fälle enthalten, jeweils mit anderen Symptomen, elektronischen Patientenakten, Story-Karten, etc. So klagt Shyla Patel (Patientin 1) über heftige Brustschmerzen, steht Adrian Alexopoulos (Patient 2) völlig neben sich und kann nicht reden. Die minderjährige Gabriela Ferreira (Patientin 3) wird von ihrer besorgten Mutter begleitet, und Pete Johnson (Patient 4) wird betrunken und ständig fluchend von Rettungsassistenten in die Notaufnahme gebracht.
Mit der Zeit steigt der Schwierigkeitsgrad, die Fälle werden komplexer und schwieriger zu lösen, die Wahrscheinlichkeit eines Scheiterns steigt. Wir müssen uns immer individuell auf die Patienten einstellen, und entscheiden, wie wir in ihrem Fall am besten vorgehen sollen. Bei den komplexeren Fällen wächst zudem der Zeitdruck, rechtzeitig die Ursache und die notwendige Behandlung herauszufinden.
Mittlerweile ist bereits ein zweites Spiel erschienen. Bei "Medical Mysteries - Miami Flatline" kommen zum Teil noch rätselhaftere Fälle, Patienten mit noch besorgniserregenden Beschwerden vor, die es zu behandeln gilt.
"Medical Mysteries" ist eine gelungene, willkommene Alternative zu den üblichen EXIT- und Detektivspielen. Damit kommt können wir uns wirklich ein wenig wie ein richtiger Arzt fühlen. Apropos Arzt: Es ist gerade wieder Dienstag abends. Wird Zeit, dass ich diese Rezension beende und es mir im Fernsehsessel bei drei weiteren Folgen von "Dr. House" wieder bequem mache…
Franky Bayer
Bewertung: 4 Schilde



