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Knobelritters Spielearchiv - Pixies

Art des Spiels: Kartenlegespiel
Spieleautor:    Johannes Goupy
Verlag:         Bombyx Spiele
Jahrgang:       2024
Spielerzahl:    2 bis 5 Spieler
Alter:          ab 8 Jahren
Dauer:          ca. 30 Minuten
Preis:          € 11,90

Zielgruppe:     Gelegenheitsspieler ++

Einleitung

Spiele Karten (in 4 Farben und Joker) in dein 3x3-Raster auf ihrem Wert entsprechende Positionen, also 1, 2 und 3 in der ersten Reihe usw. Bilde möglichst Farbgruppen und nutze die Symbole der Karten, positiv und negativ.

Spielbeschreibung

Es gibt 70 individuell gestaltete Pixies in 4 Farben, wobei 6 der Pixies für je 4 Farben (Joker) stehen. Ihr spielt 3 Durchgänge zu jeweils mehreren Runden mit je Durchgang zunehmenden Punkten bei der Farbgruppen-Wertung.

Ablauf einer Runde:

  1. Karten aufdecken:

    Der Startspieler deckt so viele Karten auf, wie Spieler teilnehmen (zu zweit aber 4).

  2. Karte wählen:

    Im Uhrzeigersinn wählt jeder Spieler 1 offene Karte (Pixie) aus der Auslage und platziert sie in seinem Raster aus 3 mal 3 Feldern. Wenn möglich, muss sie auf den Platz gelegt werden, der ihrem Wert entspricht. Es gibt aber keine Pflicht, nur so eine Karte zu nehmen, die passend gelegt werden kann. Positionen der Karten: Es kommen in Reihenfolge in die 1. Reihe die Werte 1-2-3, in die 2. Reihe die 4-5-6, in die 3. Reihe die 7-8-9.

    Es gelten noch weitere Regeln: Jeder Platz kann max. 2 Karten beinhalten. Ist der Platz noch leer, muss die gewählte Karte auf den Platz ihres Wertes offen abgelegt werden. Es besteht kein Zwang, angrenzend an andere Karten zu legen. Liegt schon 1 Karte offen auf dem Feld, das zu ihrem Wert passt, dann kann diese umgedreht werden ODER nach Wunsch die neue Karte.

    Die umgedrehte Karte gilt als Waldboden und liegt etwas versetzt unter der offenen Karte. Sollte aber bereits auf dem Platz eine Waldboden-Karte liegen, muss die neue Karte offen darauf gelegt werden. Liegen schon 2 Karten auf dem Feld, das zum Wert der Karte passt, muss die neue Karte als Waldboden auf ein beliebiges freies Feld des Rasters gelegt werden.

  3. Prüfe, ob der Durchgang endet:

    Hat am Ende einer Runde mind. 1 Spieler alle 9 Felder seines Rasters mit je mind. 1 Karte belegt, endet der Durchgang und es erfolgt eine Wertung. Zu zweit kann der Durchgang schon enden, wenn noch 2 Karten in der Auslage sind. Ansonsten beginnt eine neue Runde mit der Person, die die letzte Karte nahm.

Wertung nach jedem Durchgang für jeden Spieler in Bezug zu seinem 3x3 - Raster:

  1. Jede offene Karte (Pixie), ABER zwingend auf Waldboden, ist so viele SP wert, wie ihre Position (also 1…9).
  2. Symbole: @ = je +1 SP, X = -1 SP, @/Farbe = 1 SP je Karte der angegebenen Farbe. Es gelten alle Pixies, auch ohne Waldboden.
  3. Die größte zusammenhängende Gruppe EINER Farbe (Joker-Karten inkl.) bringt 1 / 2 / 3 SP je Karte im 1. / 2. / 3. Durchgang. Es gelten hier wieder alle Pixies, auch ohne Waldboden.

Spielende: Nach 3 Durchgängen gewinnt der Spieler mit den meisten Siegpunkten. Bei Patt gilt der Sieg als geteilt.

Fazit

Ausstattung: Die sehr stabile Schachtel ist so klein wie kaum eine am Markt, kleiner in Breite und Länge als Amigo-Schachteln. Trotzdem sind die Spielkarten ausreichend groß. Diese glatten Karten (gut zu mischen) zeigen auf der Rückseite Waldboden und vorn immer meines Erachtens ein wunderschönes, kreativ gestaltetes Fabelwesen aus der englischen Folklore (Pixie). Pixies ähneln Kobolden und Feen. Die 4 Farben im Spiel stehen für die Jahreszeiten und entsprechend befinden sich die Pixies immer vor einem passenden Hintergrund wie etwa blau im Winter oder grün im Frühling. Eindruck insgesamt: sehr gut

Spielregel: Da gibt es nichts zu bemängeln. Viele Beispiele in Bildern und eine Abrechnung in allen Details runden die sehr gut verständliche Spielregel ab. Mangels Platz in der Schachtel gibt es leider nur eine Kopiervorlage für die Abrechnungen, was ich nicht als Manko ansehe. Eindruck insgesamt: sehr gut

Spielreiz: Zunächst geht es unspektakulär los und man erwartet nichts Aufregendes. Doch mit jeder Karte mit höherem Wert und/oder vielen Symbolen zur Auswahl steigt der Reiz und das Abwägen beginnt. Da liegt z.B. eine "1" mit 6-mal "@" darauf, was 6 Siegpunkte (SP) sind. Dann könnte noch eine "4" mit allen Farbsymbolen (Joker-Karte) vorkommen und noch eine "8" mit 5-mal "X", also 5 Minus-SP. Grundsätzlich können Symbole bis zu 6-mal vorkommen, positive mehr bei kleinen Zahlen und entsprechend negative bei hohen Zahlen.

Alle Farben sind gleich oft im Spiel, aber etwas unterschiedlich auf die Werte verteilt, welche auch je von 5 bis 12-mal vorkommen. Für meine Entscheidung bei der Kartenwahl spielt auch noch das Farbsymbol der Karte mit. Das klingt jetzt sehr kompliziert, ist aber zu vernachlässigen, da ohnehin nie alle Karten zur Auslage kommen.

Mein Streben geht dahin, möglichst viele hohe Zahlen mit Waldboden zu unterlegen, damit ihre Zahl wertet. Bei kleinen Zahlen helfen @-Symbole über evtl. fehlende SP aus der Zahl hinweg, bei hohen Zahlen mindern "X"-Symbole die SP. Aber es ist immer ein Risiko, hohe Zahlen zu wählen, denn es kann ja sein, dass man sie nicht mit Waldboden unterlegen kann. Und es sind auch nur fünf Karten mit der "9" im Spiel. Also spielt das Timing eine Rolle, ob sich das Risiko noch lohnt.

Mit fortschreitender Partie kommt nun die Bedeutung der Kartenfarbe aufs Tapet. Man ist darauf aus, möglichst eine große zusammenhängende Fläche von Karte gleicher Farbe im Raster zu haben. Hätte man am Ende von Durchgang 3 alle 9 Karten in z.B. GRÜN und/oder Jokerfarbe, wären das 27 SP für die Farbgruppenwertung.

Man erkennt spätestens jetzt in meiner Beschreibung, dass "Pixies" doch einiges an Denkarbeit verlangt. Und die erweitert sich noch um die Betrachtung der Raster der Mitspieler. Hat man die Möglichkeit, eine für einen Mitspieler wertvolle Karte diesem zu entziehen, ist das schon wesentlich für den eigenen Erfolg. Noch häufiger kann man aber einem Mitspieler eine für ihn nicht optimale Karte überlassen, die er dann ggf. als Letzter in der Runde nehmen muss. Da bieten sich permanent Möglichkeiten.

Nichtsdestrotrotz hat man bei einer Partie "Pixies" keinen Moment ein Stressgefühl, da es stets wie ein relaxtes Wohlfühlspiel wirkt, das keine nennenswerte Grübelverzögerungen erfordert. Genau das macht dieses kleine Spiel auch zu einem wirklich guten Kartenspiel für Familien und aber auch andere erfahrene Spielbegeisterte, die dann gern die taktischem Finessen anwenden. Partien zu zweit gefallen mir dabei am besten, aber auch jede andere Kombination kommt gut an. Wie so oft in letzter Zeit bei neuen Spielen, kann man "Pixies" vor dem Kauf auf www.boardgamearena.com testen, was auch ich gemacht habe. Die hervorragende Umsetzung dort hat mich direkt überzeugt.

Roland Winner

Bewertung: 4 Schilde